Andreas Christiansen, Fotograf, mit Kamera im Spiegelselbstportrait

Ich bin Andreas.

Ich wohne in Syke, einem kleinen Ort südlich von Bremen. Ländlich, ruhig — aber zum Fotografieren zieht es mich in die Stadt. In die Straßen, die Ecken, das Leben dazwischen.

Ich mag kein Sonnenwetter. Mir gefallen Wolken. Diffuses Licht, das nichts übertreibt. Wenn der Himmel bedeckt ist, die Luft noch unter 25 Grad hat und alles ein bisschen stiller wirkt — dann stimmt es für mich.

Über zehn Jahre habe ich Hochzeiten fotografiert — und das gern. Nur die Pflichtfotos waren nie mein Ding. Was mich wirklich interessiert hat, waren die Momente dazwischen. Der Blick, den niemand geplant hat. Die kleine Geste am Rand. Danach kam eine lange Pause. Ich brauchte Abstand. Jetzt fotografiere ich wieder — für mich, mit einer Fuji XE5. Ich nehme sie in die Hand und habe sofort Lust loszuziehen.

Mein Stil? Ruhig. Aufmerksam. Ehrlich. Ich suche die richtige Szene, das richtige Licht. Aber ich warte — und inszeniere nicht.