South of Houston Street

Ich glaube, alles hat seine Zeit. Ein Anfang, ein Ende – manchmal ist es nur eine Pause.

So war es auch mit meiner Fotografie. Ganz besonders Kreativität ist ein zartes Pflänzchen, das beobachtet, gegossen und gepflegt werden möchte.

Meine fotografische Kreativität schien zunächst grenzenlos. Es gab eine Phase mit zu viel Wasser, später zu viel Druck. Dann kam die Trockenheit. Am Ende war da der Versuch, mit einer wohl dosierten Menge diese Pflanze wiederzubeleben. Sie starb.

Scheinbar.

Es hat viele Monate gebraucht, viel Sonne und neue Erde. Jetzt, zum Frühling, bricht eine kleine grüne Pflanze durch die Erde und sucht das Licht. Sie ist noch nicht stabil, aber bereit zu wachsen.

Ich habe wieder Lust zu fotografieren. Nur für mich. Aus reiner Freude. Und für die, die die Fotos auch sehen wollen.

Ich habe keine Ahnung, in welche Richtung es gehen wird. Vielleicht wird es ein fotografisches Durcheinander. Nennen wir es Abwechslung – das hört sich gleich viel schöner an.

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Summers in Manhattan