Eine zauberhafte, freie Trauung im Forsthaus Heiligenberg

Wenn ich an die Planungen zur Hochzeit mit Carmen und Björn zurückdenke, denke ich unweigerlich an das letzte Gespräch vor der Hochzeit, bei dem wir in unserem Garten saßen und uns über den Ablauf des Hochzeitstages im Detail unterhielten, was vor allem für die Rede von Sina sehr wichtig ist. Insgesamt waren es sieben Stunden, in denen ich zwischendurch noch Hühner kaufte und in denen wir die Bank Stunde um Stunde in den Schatten schoben, was uns trotzdem alle nicht vor einem Sonnenbrand bewahrte. Die Hochzeit an sich war übrigens nur ein untergeordnetes Thema.

Das änderte sich natürlich komplett am großen Tag der Beiden. 

Das Wetter hätte nicht besser sein können und der große Garten war richtig schön hergerichtet. Nach und nach trudelten die Gäste ein, verteilten noch Seifenblasen und Taschentücher - dann kam Carmen.

Eine freie Trauung zu begleiten finde ich immer besonders schön, was selbstverständlich nur noch davon gekrönt wird, wenn Sina die Rednerin ist. Die Stimmung bei freien Trauungen ist immer viel entspannter, es wird mehr gelacht, mehr geweint und außer mir können auch die Kinder frei rumlaufen oder spielen, wenn sie nicht mehr sitzen können. Die Rede ist so viel persönlicher, als im Standesamt oder bei kirchlichen Trauungen, sodass ich anschließend nicht selten den Satz höre "Das wusste ich von den Beiden noch gar nicht."

Natürlich wurde "Ja" gesagt, geherzt und gratuliert. Um anschließend möglichst viel Zeit am Stück mit den Gästen verbringen zu können, haben wir uns gleich nach der Gratulation in den Wald begeben, um die Paarfotos zu machen. Außer uns war dann noch eine größere Wandergruppe unterwegs. Zwei Männer der Gruppe ließen es sich nicht nehmen Carmen und Björn zu fotografieren. Sie waren zwar nicht Meghan und Harry, die zur gleichen Zeit in England heirateten, aber dennoch hatten sie dadurch sicher beim nächsten Kaffeekränzchen etwas zu erzählen.

Der Garten im Forsthaus Heiligenberg bietet so viele Möglichkeiten die Gäste zu unterhalten. Und das wurde auch dankbar angenommen. Eine kleine Pause wurde nur gemacht, als die Hochzeitstorte angeschnitten und verköstigt wurde. Seit dieser Hochzeit empfehle ich die großartigen Werke von "Edel und Süß" jedem Brautpaar, dass noch auf der Suche nach einer individuellen Hochzeitstorte ist.

So unauslöschbar die Erinnerung an das letzte Vorgespräch ist, so ist es auch die an unsere Heimfahrt. Carmen und Björn hatten uns nach getaner Arbeit dazu eingeladen mit ihnen Hochzeit zu feiern, was wir sehr gern angenommen haben. Die Fahrt nach Hause hatte dann aber noch eine kleine Überraschung in Form eines Fotoshootings parat. Die Polizei hat nämlich hier und da auch eine Fotobox stehen. Für das Geld hätte ich aber wirklich ein qualitativ hochwertigeres Bild von mir erwartet.