Wenn Julia und Romeo (ich habe diese Namen gewählt, um jegliche Verbindung zu tatsächlichen Brautpaaren auszuschließen) heiraten wollen, suchen sie auch nach einem Hochzeitsfotografen. Ich möchte euch ein Stück weit zeigen, wie diese „Zusammenarbeit“ vom Erstkontakt bis zur Bildübergabe aus Meiner Sicht der Dinge aussieht und was für mich alles zu beachten ist, wovon das Paar jedoch nichts mitbekommt.

Nur zwei Tage hat es nach unserem Vorgespräch gedauert, bis ich von Julia das Formular mit den Angaben für den Vertrag per Whatsapp bekommen habe.

 

Viele Hochzeitsfotografen arbeiten ohne einen Vertrag und schreiben einfach nur eine Rechnung für die Anzahlung und vielleicht noch ein paar Stichpunkte, die den Tag betreffen. Am Anfang habe ich mir überlegt, wie ICH es denn gern hätte, wenn ich anstelle von Julia und Romeo wäre.

 

Ich finde, dass ich als Hochzeitsfotograf von dem Paar schon echt genügend Vertrauensvorschuss bekomme und ich daher gerne ein wenig Sicherheit zurückgeben möchte. Der Vertrag, den ich benutze, habe ich von einem anderen Hochzeitsfotografen erworben, der ihn zusammen mit einem Juristen erstellt hat.

Dieser Vertrag enthält

  •        Persönliche Daten
  •        Angaben zum Ablauf mit Zeiten (soweit schon bekannt) und die entsprechenden Adressen
  •        Angaben zur Reportagedauer und Leistungen
  •        Preis
  •       Vereinbarung über die Zahlung des Preises (1.Anzahlung, 2.Anzahlung, Restzahlung
  •        Bankverbindung
  •        Datum und Unterschriften
  •       AGB

 

Und hier zahlt sich das handschriftlich ausgefüllte Formular, welches ich nun vorliegen habe, aus. Ich kann die Daten leserlich in den Vertrag übertragen, ggf. nochmal Rücksprache bei Unklarheiten halten und Julia und Romeo müssen nur nochmal alles auf die Richtigkeit überprüfen, unterschreiben und per Mail zurückschicken.

 

Es ist vielleicht ein wenig zeitaufwändig, aber in meinen Augen für alle Beteiligten eine gute Sache.

 

Mit der Mail erhalten sie auch gleich die Rechnung für die Anzahlung, denn nur mit unterschriebenem Vertrag und geleisteter Anzahlung gibt es von mir die Buchungsbestätigung und den Eintrag im Kalender, sodass für jeden sichtbar ist: dieser Termin ist schon vergeben. Für die Buchhaltung und das Schreiben der Rechnungen benutze ich übrigens ein Onlineprogramm, das sehr einfach in der Bedienung ist und alles kann, was ich benötige.

Meine Karteikarte für die Beiden wird um die erledigten Punkte ergänzt und der Termin für die nächste fällige Anzahlung im persönlichen Kalender eingetragen, damit ich es nicht vergesse, denn: In der Regel höre ich von Julia und Romeo bis zu diesem Zeitpunkt - etwa sechs Wochen vor der Hochzeit - nichts mehr. Sofern in der Zwischenzeit jedoch noch Fragen zu klären sind oder die Beiden Hilfe benötigen, bin ich selbstverständlich gerne da.

 

Julia und Romeo haben sich auch für ein Fotobuch entschieden. Und so erstelle ich nun die Gravurvorlage sowohl für die kleine Fotobox, als auch für die Holzbox, in die das Album kommt. Die Boxen dauern in der Fertigung und Zusendung ca. 4-6 Wochen und müssen daher rechtzeitig bestellt werden.

 

Und dann….heißt es: Warten!

Im nächsten Teil: So langsam wird es ernst - das letzte Gespräch vor der Hochzeit.