Wenn Julia und Romeo (ich habe diese Namen gewählt, um jegliche Verbindung zu tatsächlichen Brautpaaren auszuschließen) heiraten wollen, suchen sie auch nach einem Hochzeitsfotografen. Ich möchte euch ein Stück weit zeigen, wie diese „Zusammenarbeit“ vom Erstkontakt bis zur Bildübergabe aus Meiner Sicht der Dinge aussieht und was für mich alles zu beachten ist, wovon das Paar jedoch nichts mitbekommt.

Julia und Romeo fanden meine Informationsseite auf der Homepage anscheinend sehr gut und ins Budget passe ich auch noch. Also haben wir einen Termin für das Vorgespräch gesucht und gefunden.

 

Während bis Mitte 2017 die Vorgespräche noch in Lokalen in Bremen und Umgebung stattfanden, habe ich diese mittlerweile zu mir nach Hause verlegt und festgestellt, dass es für beide Seiten die optimale Lösung ist.

 

In einem Lokal ist es oft relativ laut und manchem Paar ist es auch gar nicht so angenehm, wenn die Ohren am Nachbartisch größer werden. Der entscheidende Vorteil ist für mich aber, dass Julia und Romeo mich in meiner Umgebung viel besser kennenlernen können, viel weniger Ablenkung da ist und ich auch viel mehr Zeit für die Beiden habe. So kann ein Vorgespräch auch gern mal 2 Stunden oder länger dauern, wenn man sich viel zu erzählen hat. Darüber hinaus, hat es für mich natürlich auch einen gewissen organisatorischen Vorteil, keine Frage. Denn die Vorgespräche finden in der Regel in der Woche gegen 19 Uhr oder später statt.

 

Bevor Julia und Romeo nun in ihrer Kutsche vorfahren, ist noch ein wenig Vorbereitung notwendig. Wir sind absolute Küchenmenschen. Hier spielt sich bei uns fast alles ab - auch das Vorgespräch. Innerhalb der nächsten 3 Jahre (meine Frau würde den Zeitraum jetzt gerne auf wenige Monate korrigieren) soll die Küche erweitert und erneuert werden. Bis dahin muss die alte Küche im Stil der 70er Jahre noch durchhalten. Und wer Kinder hat, die durchaus noch die eine oder andere Flause im Kopf haben, weiß, dass es eine gute Idee ist, damit noch ein wenig zu warten. Gemütlich finden wir es trotzdem.

 

Und so wird die Küche nochmal aufgeräumt und der Tisch ein wenig hergerichtet. Kerzen, vielleicht ein paar Blümchen, Gläser, Becher und Kaltgetränke und - was niemalsnienicht fehlen darf - Kinderriegel und entsprechende Sättigungsbeilagen (Kekse, Gummibärchen o.ä.). Dazu kommen dann noch Fotobücher und meine Notizen, die ich mir schon gemacht habe. Außerdem habe ich für die Beiden noch einen Umschlag vorbereitet. Darin enthalten sind eine Visitenkarte und ein kleines "Formular". Denn wenn wir drei uns mögen und uns vorstellen können, den Hochzeitstag miteinander zu verbringen, benötige ich für den Vertrag noch ein paar persönliche Daten.

 

Während ich Tiggi ein letztes Mal vom Tisch nehme (er hat die merkwürdige Angewohnheit sich auf wichtige Dokumente oder aufs Handy zu legen) und den Kaffeevollautomaten anstelle, fährt auch schon die Kutsche vor. Romeo und Julia betreten unser Grundstück und werden erstmal schwanzwedelnd und lautstark von Nala und Kenny begrüßt. Kenny kann nicht mehr so gut sehen (dafür umso besser hören und riechen) und Nala….ist halt Nala.

Kenny und Nala - das Begrüßungskomitee

Eine kurze Begrüßung in Mitten der Hunde, und dann…sitzen Julia und Romeo schon auf dem Küchensofa.

 

"Kaffee, Cappucino, Latte Macchiato, Espresso, Tee, Cola, Wasser, Apfelschorle, Bier oder Milch?"

Wir können loslegen.

Im nächsten Teil erzähle ich ein wenig über das Vorgespräch. Worauf ich achte und wie so ein Vorgespräch so abläuft.